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Tinnitus

Tinnitus
Tinnitus bezeichnet quälende
Ohrgeräusche, die meist nur der Betroffene hört.
Hörminderungen gehören definitionsgemäß
nicht dazu, können aber von Tinnitus begleitet werden.
Hält ein Ohrgeräusch nur Sekunden an, so ist das
harmlos. Dauert Tinnitus Stunden und Tage an oder tritt immer
wieder auf, kann er die Lebensqualität
erheblich beeinträchtigen.
Ein Hörsturz dagegen ist
eine akut auftretende, meßbare Hörminderung. Er
ist häufig mit Tinnitus vergesellschaftet.
Tinnitus ist ein Symptom,
keine Krankheit. Deshalb ist es wichtig, die Ursachen
zu ergründen und zu behandeln.
Mögliche Ursachen:
Lärm
Primäre Hörbeeinträchtigungen, auch bei Hörsturz
Durchblutungsstörungen
Erkrankungen von Ohr und Hörnerv
Schäden an der Halswirbelsäule oder Kiefergelenk
Körperliche oder seelische Überforderung
Aber: Es liegt i.d.R. keine
schwerwiegende oder gar lebensbedrohliche Erkrankung
zugrunde!
Je genauer die Ursachen diagnostiziert werden
können, desto besser läßt Tinnitus sich behandeln!
In den meisten Fällen können jedoch keine organischen
Veränderungen nachgewiesen werden.
Was tun bei Tinnitus?
Bei Tinnitus und Taubheitsgefühl:
Sofort zum Hals-Nasen-Ohrenarzt
Bei neuaufgetretenem anhaltenden Ohrgeräusch: Ersteinmal
ausruhen, wenn nach einer Nacht noch vorhanden, den HNO-Arzt
aufsuchen (rasch therapiert kann der Tinnitus in 70% wieder
beseitigt werden!)
Je länger der Tinnitus besteht,
desto unwahrscheinlicher ist
es, dass er vollständig wieder abklingt.
Chronischer Tinnitus
wird bei der Hälfte der Betroffenen nach einiger Zeit
erträglich, stört schließlich nur wenig oder
nicht mehr. Man spricht dann vom kompensierten Tinnitus. Viele
brauchen Geduld, bis es soweit ist, oder professionelle Hilfe.
Dekompensierter Tinnitus
ist dagegen so quälend, dass er einer Krankheit gleichkommt,
auch Folgeerkrankungen auslösen kann. Betroffene müssen
lernen, das Ohrgeräusch zu überhören. Therapien,
die eine vollständige Beseitigung von länger als
3 Monaten bestehendem Tinnitus versprechen, sind nach aktueller
Kenntnis als unseriös anzusehen.
Wichtig ist Information über das Phänomen
und seine Harmlosigkeit. Und Anleitung, wie Sie mit sich selbst
umgehen sollten. Wir nennen das "Tinnitus-Counseling".
Auch die Deutsche Tinnitus-Liga steht Ihnen mit Rat und Tat
zur Seite.
Therapiemöglichkeiten
Lebensführung und Entspannungstechniken
Medikamentös (in der Regel nur in der Akutphase oder
bei akuter Dekompensation)
Physiotherapeutisch/physikalisch
Psychotherapeutisch
Apparativ (fast immer in Verbindung mit psychotherapeutischen
Maßnahmen)
Naturheilkundlich (Akupunktur, Neuraltherapie, Orthomolekulartherapie,
Schröpfen...)
Manchmal ist auch ein Klinikaufenthalt notwendig.
In Deutschland gibt es zahlreiche sehr gute Tinnitus-Kliniken,
die alle psychosomatisch orientiert arbeiten. Die Kostenbeteiligung
der gesetzlichen Krankenkassen ist unterschiedlich.
Wir helfen Ihnen gerne, eine geeignete Therapie
oder auch eine Tinnitus-Klinik zu finden!
Weitere Informationen erhalten Sie auf der Website
der Deutschen Tinnitus-Liga.
Berühmtheiten mit Tinnitus
Luther
Rousseau
Goya
Van Gogh
Beethoven
Smetana
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